Kultur / Geschichte

Die Kürbiskultur, d.h. Anbau von Kürbispflanzen, begann 6.000 Jahre vor Christus. Damit zählt der Kürbis zu den ältesten Kulturpflanzen unserer Geschichte.

Amerikanische Ureinwohner sollen bereits in Mexiko und Peru vor ca. 6.000 - 8.000 Jahren neben Mais und Bohnen den Kürbis als Kultur- und Nahrungspflanze gekannt haben. Das belegen zumindest archäologische Studien.
Der Kürbis insbesondere die Flaschenkürbisse (Kalebassen) wurden getrocknet und bearbeitet. Sie dienten als Gefäße, Körperschutz und sogar als Musikinstrumente.
In einigen Ländern Afrikas werden sie noch heute verwendet. Und einige Produkte werden auch bei uns sogar angeboten (Mate-Tee).

Bei uns ist der Kürbis momentan in Gourmet-Restaurants und in der Naturkost-Küche ganz hoch im Kurs.
Das Kochangebot  nimmt von Jahr zu Jahr zu. Und immer neuere Sorten und Züchtungen bereichern die Küche.
Der gesundheitliche Aspekt wird auch in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen, weil der Kürbis als Arznei- und Heilpflanze Anerkennung gefunden hat.


Südamerika: Speise-  oder Riesenkürbis
Diese Art stammt aus SÜDamerika. Er wird in China, Japan und Ägypten bevorzugt angebaut. In Europa in Frankreich (Kürbis:  franz.: potiron, courge), Italien und Griechenland.

Mittel- und Südamerika: Ayote
Anbau in Mittel - und Südamerika. Ist ein vielseitiger Gemüsekürbis.

Der Kürbis als:

Überlieferungen 
Der Flaschenkürbis
, auch Kalebasse genannt, ist die einzige Kürbisart, die aus unserer Sicht! schon vor Entdeckung der neuen Welt Amerika  im mitteleuropäischen Raum genutzt wurde.

In seinem Kräuterbuch "Hortulus" erwähnt der Abt von Reichenau und Berater der karolingischen Könige, Walahfrid Strabo, im Jahre 840 den Flaschenkürbis als eine von 23 Nutzpflanzen eines idealen Gartens.

Der Flaschenkürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Samenfunde in Südamerika, Thailand  stammen aus der Zeit um 6.000 - 12.000 v. Chr.

Pelgrimsfles (niederländischer Name für Flaschenkürbis)
Der Name stammt aus dem Holländischen und bezeichnet die Feldflaschen der Jacobspilgern aus Kalebassen, die sie auf ihrer Wanderung zum Wallfahrtsort Santiago di Compostela trugen.
(engl.: bottle gourd; franz.: gourd bouteille)

 

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Dioskorides, griechischer Arzt des 100 v. Chr.
Er schrieb eine Arzneimittellehre, die noch 1500 Jahre später ein maßgebliches Lehrbuch blieb. Dort soll er auch bereits den Kürbis zur Linderung vieler Beschwerden (Fieber, Geschwüren, Gichtschmerzen, ..) beschreiben haben. Er empfahl das rohe oder gekochte Kürbisfleisch für äußerliche Anwendungen. - Wein aus einem ausgehöhlten Kürbis getrunken habe eine abführende Wirkung.
(Anmerkung: Es gibt einige Bücher, die nur diesen Aspekt behandeln.)

 

 

Quellen: